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Umstellung von VDSL100 auf VDSL250

Bisher hatte ich eine stabile VDSL100 Leitung, die aufgrund der Entfernung zum Verteiler nicht komplett ausgereizt werden konnte, zumindest was den Upload anging. Dafür lief die Leitung aber gänzlich Problemlos. Da die Telekom vor einiger Zeit unser Gebiet auf Supervectoring ausgebaut hatte, war es an der Zeit, meine Leitung etwas mehr Dampf zu verpassen.

Bisher sahen die Werte in meiner Fritz!Box 7590 recht passabel aus. Die Leitungslänge, die in der FritzBox angezeigt wird, stimmt zwar nicht so ganz, kommt aber halbwegs nahe an der realen Länge heran (zumindest wenn man die Datenbank der Telekom heran zieht).

Ich hatte einen Tag vor der Umstellung entsprechende Screenshots gemacht gehabt. Eine Woche vorher hatte ich die Box einmal resettet, um später vergleichbare Werte zu haben. Ferner habe ich dann wieder eine Woche gewartet, bevor ich entsprechende Screenshots gemacht hatte.

Vorher

VDSL100 Leitung

Am Tag der Umstellung ging Punkt 8 Uhr die Synchronisation verloren. Es dauert nur wenige Sekunden, bis die FritzBox wieder anfing sich zu synchronisieren. Danach lag auch schon das 35b Profil mit VDSL250 an.

Nachher

VDSL250 Leitung

Das sah doch recht vielversprechend aus. Das ganze hat keine 5 Minuten gedauert, und die Internet Verbindung stand wieder und alles funktionierte erwartungsgemäß. Wie schon Eingangs erwähnt, erreichte ich im Upstream nicht die volle Leistung. Wobei dies allerdings “jammern” auf hohem Niveau ist.

Vorher

VDSL100

Beschweren konnte ich mich also nicht. Und für die Leitungslänge und einer sehr alten Hausinstallation mit nicht gerade einem optimalen Querschnitt, sind dies doch recht akzeptable Werte. Wobei die Werte für mich nicht so wichtig waren, wie Stabilität. Zumal ja auch das Telefon darüber läuft und während eines Gespräches eine Neusynchronisation oder viele CRC Fehler nicht gerade von Vorteil wären.

Nach der Umstellung war ich von den Werten sogar positiv überrascht. Vorherige Schätzen beliefen sich eher auf 180Mbit/s.

Nachher

VDSL250

Das die 250Mbit/s fast komplett anliegen, hätte ich mir nicht mal erträumt. Netto kommt zwar etwas weniger raus, und es ist da auch keine Luft nach oben mehr, aber ich bin damit mehr als zufrieden. Zwar sind die Fehlerzähler etwas höher, aber bisher (zum Zeitpunkt des Berichtes sind schon einige Wochen vergangen) trat noch kein CRC Fehler oder eine Neusynchronisation auf. Auch nicht, wenn ich längere Zeit große Downloads parallel laufen lasse.

Das Spektrum zeigt hier nicht überraschendes.

Vorher

VDSL100

Bei VDSL250 ist dann bei den oberen Frequenzen schluss.

Nachher

VDS250

Der Vollständigkeit halber hier auch noch die Statistiken für eine Woche.

Vorher

VDSL100

Und hier für VDSL250.

Nachher

VDSL250

Auf jeden Fall, nichts wovor man sich fürchten müsste. Ab und an gibt es mal kleinere Ausreißer, die aber nur in der Statistik sich wirklich merklich auswirken. Mittlerweile habe ich eher die Feststellung machen müssen, dass viele Server da nicht mehr mitmachen können. Wo ich bei VDSL100 oftmals noch die volle Bandbreite für einen Download ausreizen konnte, muss ich jetzt teilweise von mehreren Servern parallel große Dateien herunterladen, um die volle Bandbreite nutzen zu können.

Oder man lädt zum Beispiel ein Debian Image von einem Uni Server herunter. Damit kann der Bandbreite auch problemlos ausgereizt werden mit einem Download.

Zum Abschluss die gerne gesehenen Speedtest Ergebnisse.

Vorher

VDSL100

Nachher

VDSL250

Fazit

Die Umstellung hat wunderbar und ohne Probleme funktioniert. Es hatte sich kurze Zeit später sogar jemand von der Telekom telefonisch gemeldet und nachgefragt, ob alles in Ordnung ist.

Die Leitung läuft jetzt schon einige Zeit sehr stabil und ohne Abbrüche. Und im Vergleich zu den Erfahrungen mit anderen Providern, muss ich O2 an dieser Stelle sogar mal lobend erwähnen. Nicht nur weil ich ein gutes Angebot für diese Umstellung bekommen habe, sondern weil ich seit der Umstellung damals auf O2 endlich Ruhe habe. Die Leitung läuft einfach.

Zu Beachten ist, falls jemand diese Werte für die eigene Leitung als Vergleich heran ziehen möchte, dass es nicht nur auf die Leitungslänge ankommt. Bei gleicher Leitungslänge und ähnlichen Dämpfungs- und SNR Werten kann bei Supervectoring trotzdem etwas anderes heraus kommen. Durch die wesentlich höheren Frequenzen spielt vor allem der Leitungsquerschnitt eine wichtige Rolle, sowie Verkabelung, Teilnehmeranzahl im Kabel, etc.

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